Ersuchen der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und der CDU:
Das Bezirksamt wird ersucht, bei den Reinickendorfer Kliniken und Pflegeheimen Auskünfte einzuholen, welche Prozesse und Vorkehrungen dort zur Dekubitus-
Prophylaxe in Kraft sind und der BVV bis zum 31.Dezember 2015 darüber zu
berichten.
Torsten Hauschild, Claudia Peter, Stephan Schmidt und die übrigen Mitglieder der Fraktionen
30.09.2015
Begründung:
Ein Druckgeschwür stellt eine große Belastung für den Patienten dar. Einerseits leidet der Patient unter starken Schmerzen und andererseits zieht sich der Patient immer mehr vom gesellschaftlichen Leben zurück. Nicht selten leiden Betroffene unter Depressionen. Oft dauert eine Dekubitus-Therapie mehrere Wochen, manchmal sogar Monate. Auch die Therapie kann zusätzlich schmerzhafte Unannehmlichkeiten verursachen.
Infolgedessen sollte erst gar kein Druckgeschwür entstehen. Um gefährdete Patienten davor zu bewahren, müssen vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden.
Inzwischen gibt es dazu anerkannte einheitliche Standards. Allerdings mehren sich trotzdem Hinweise auf vermeidbare Dekubitus-Fälle in einigen Krankenhäusern und Pflegeheimen.