Sachverhalt:


Das Bezirksamt muss seiner politischen Verantwortung für das baukulturelle Erbe im Bezirk gerecht werden, dazu gehört auch der Umgang gerade der öffentlichen Hand mit ihrem Gebäudebestand. Dies trifft auch auf die Remise auf der Liegenschaft der Feuerwehr Berlin-Hermsdorf in der Heinsestraße zu. Das Remisengebäude bildet gemeinsam mit dem bereits sanierten Hauptgebäude untrennbar ein Gesamtensemble und ist für Hermsdorf ein geschichtlich wertvolles Element. Wir haben eine Verantwortung für unser kulturelles Erbe.

Mit dem Bericht im Tagesspiegel stellt sich die aktuelle Situation brisant dar. Wenn die BIM über einen Abriss nachdenkt, besteht dringender Handlungsbedarf. Das Argument, es gebe keine Nutzung, da das Gebäude ja für die Feuerwehr nicht betriebsnotwendig sei, halten wir für nicht tragend. Wir wissen von der Feuerwehr, dass sie dieses Gebäude gerne für die Jugendfeuerwehr Hermsdorf-Lübars nutzen würden. Allerdings verfügt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Berlin-Hermsdorf und der Jugendfeuerwehr Berlin-Hermsdorf-Lübars e.V. natürlich keinesfalls über die finanziellen Möglichkeiten eine denkmalgerechte Sanierung dieses Gebäude vornehmen zu können.


Beschlussvorschlag:

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, gemeinsam mit den Feuerwehren Berlin-Hermsdorf, dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Berlin-Hermsdorf und der Jugendfeuerwehr Berlin-Hermsdorf-Lübars e.V., der BIM sowie anderen zuständigen Stellen ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept für das Remisengebäude (ehemaliger Pferdestall) auf der Liegenschaft der Feuerwehr Berlin-Hermsdorf in der Heinsestraße zu entwickeln. Auf dieser Grundlage soll eine dauerhafte Nutzung unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes gesichert werden.

Hinrich Westerkamp, Andreas Rietz