Sachverhalt:

Opfer von partnerschaftlicher Gewalt sind zu über 80% Frauen.

Die Beratungsstelle Viola arbeitet parteilich und ist dementsprechend nur für Frauen (aus der Region) gedacht, die häusliche Gewalt in ihren verschiedenen Formen in ihren Beziehungen erleben. Häusliche Gewalt hat viele Gesichter. Sie soll verletzen, demütigen und kontrollieren. Da das Selbstwertgefühl systematisch untergraben wird und ein Leben in ständiger Angst und Bedrohung mit enormer Stressbelastung und permanenter Anspannung geführt wird, gilt häusliche Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen. In der Beratung zeigt sich, dass viele betroffene Frauen mit komplexen Traumafolgestörungen zu tun haben. Diese Frauen haben einen erhöhten und längerfristigen Beratungsbedarf.

„Viola“ leistet eine immens wichtige Arbeit im Bezirk und wird sehr gut angenommen. Der Wegfall dieses Angebotes führt zu einer weiteren Verschärfung der Situation im Bezirk, da es hier ansonsten nur noch zwei Angebote für Betroffene geben würde. Gerade unter Corona steigt der Bedarf aber weiterhin.


Beschlussvorschlag:

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass das Projekt „Viola“ (Beratung für von Gewalt betroffene Frauen) in die Regelfinanzierung übernommen wird.

Hinrich Westerkamp, Elke Klünder