Empfehlung der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und der CDU:
Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass auch in Berlin Standorte (z.B. Arztpraxen, Opferschutzambulanzen, Kliniken) für die anonyme bzw. anzeigenunabhängige Spurensicherung nach Vergewaltigungen eingerichtet werden.
Torsten Hauschild, Elke Klünder, Stephan Schmidt
und die übrigen Mitglieder der Fraktionen
25.02.2014
Begründung:
Die Anonyme Spurensicherung ist eine wichtige Einrichtung für Menschen, denen
sexualisierte Gewalt widerfahren ist. Dort werden die Spuren einer Vergewaltigung
rechtssicher dokumentiert, ohne dass die Betroffenen Anzeige erstatten müssen oder die Polizei eingeschaltet wird. Sie haben dadurch die Möglichkeit, sich in Ruhe zu überlegen, ob und wann sie Anzeige erstatten möchten. Die Spuren werden anonym und je nach Klinik bis zu 20 Jahre für einen möglichen Gerichtsprozess aufbewahrt.