Das Format der von der Journalistin Karin Mademann initiierten Stammtischgespräche in Hermsdorf bringt Bürger*innen und eingeladene Politiker*innen zusammen, um unter der Leitfrage „Wo drückt der Schuh?“ einen direkten Dialog zwischen Politik und Zivilgesellschaft zu schaffen.

Am Montag trafen sich erneut zahlreicher Bürger*innen, diesmal mit dem Fraktionsvorsitzende Hinrich Westerkamp (Bündnis 90/ Die Grünen), Stefan Valentin von der SPD und später auch Tobias Siesmayer, Fraktionsvorsitzender der CDU, zu einem Stammtischgespräch in Hermsdorf.

In angeregter Diskussion wurde über die Anliegen der Teilnehmer*innen gesprochen. Vor allem beim Umgang mit dem Tegeler Fließ, sowie verkehrspolitischen Anliegen mit Hinblick auf Parkzonenregelungen, Fahrradsicherheit, sowie bei Dauerbaustellen, drückt die Hermsdorfer der Schuh.

Auf Anfrage einiger Bürger*innen, warum man beim Tegeler Fließ keine Regelung finde um die auf der einen Seite erhöhten Wasserstände sowie erhebliche Trockenheit auszugleichen, nannte Hinrich Westerkamp den Schutzstatus des Gebietes als „Flora-Fauna-Habitat“-Gebiet (FFH). In einem FFH-Gebiet sollte die Natur sich ungestört entwickeln können und der Mensch nicht eingreifen. Im Kontext der Artenvielfalt sei der Tegeler Fließ als Renaturierungsfläche ein wertvoller Bestandteil des Umweltschutzes. Wenn das Naturschutzgebiet sich jedoch über die Grenzen des FFH-Gebietes ausbreite, müsse geprüft werden wie steuernd einzugreifen sei, so Westerkamp.

Viele der Bürger*innen waren zudem gekommen, um die Fraktionsmitglieder zu fragen, warum Straßenbauarbeiten oft über deutlich längeren Zeitraum andauerten, und um die Fraktionsmitglieder auf Missstände an bestimmten Straßenführungen sowie Parkzonen hinzuweisen. Sie forderten eine stärkere Kommunikation von Gründen für Bauarbeiten und Parkzonen, sowie eine bessere Regelung mit dem ÖPNV-Tarifverbund.

Wir finden das richtig und wollen uns auch weiterhin für einen nachhaltigen Stadtverkehr einsetzen. „Wer Parkraum sät wird Autoverkehr ernten“, so Hinrich Westerkamp und gerade deswegen braucht es eine gute und kluge Parkraumbewirtschaftung und einen höher frequentierten und vor allem verlässlichen  ÖPNV.

Wir begrüßen diese Form der direkten Kommunikation und wollen uns auch weiterhin für einen produktiven Dialog mit Bürger*innen einsetzen!