Um werdende Eltern zu entlasten hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bereits 2016 einen Antrag für ein Reinickendorfer Familienservicebüro gestellt. Das Reinickendorfer Jugendamt hat jetzt ein Konzept vorgestellt, wie ein solches Angebot im Bezirk aussehen könnte. 

Es gibt zahlreiche Leistungen, die (werdende) Eltern in Anspruch nehmen können. Oft bringt dies jedoch viele Besuche bei unterschiedlichen Ämtern, sowie bürokratische Arbeit mit sich. Das Familienservicebüro sammelt die Leistungen der Bezirksverwaltung an einem Ort, die für (werdende) Eltern relevant sind. „Ein solches Angebot bietet in Form von bürgerorientierte Verwaltung einen Ort, an dem Eltern zu relevanten Fragen und zu familienfreundlichen Öffnungszeiten von entsprechend qualifiziertem Personal beraten werden“, so Andrea Behnke, kinder- und jugendpolitische Sprecherin für Bündnis 90/Die Grünen in Reinickendorf. 

Das Jugendamt Reinickendorf hat bei der Senatsverwaltung, auf Anforderung, ein Konzept für ein mobiles Familienservicebüro eingereicht. Das Jugendamt plant darin einen Bus für ein mobiles Familienservicebüro zu nutzten, welcher dann an unterschiedlichen Standorten im Bezirk (werdende) Eltern durch ein vertrauliches, neutrales und kostenfreies Angebot unterstützt. „Wir freuen uns über diese innovative Idee des Jugendamtes, und hoffen, dass durch dieses Konzept des Familienservicebüros, alle Familien gut erreicht werden können, und auch Familien mit Neugeborenen und Kinderwägen in einem solchen Bus ohne Probleme Zugang finden“, so Andrea Behnke.

Der Senat hatte im November 2019 u.a beantragt, dass Familienservicebüros in Berlin flächendeckend etabliert werden sollen. Zwei Bezirke haben bereits ein Familienservicebüro etabliert. Damit soll die familienunterstützende Infrastruktur gestärkt werden. Die Familienservicebüros sollen als Anlaufstelle und erster Informationspunkt dienen. Damit möglichst bald in allen Bezirken ein Familienservicebüro etabliert werden kann stellt der Senat dieses Jahr insgesamt 2 Mio. € und 2021 etwa 4 Mio. € bereit. Für Reinickendorf stehen 160.000 € für 2020 und 300.000 € für das Jahr 2021 zur Verfügung. „Das Familienservicebüro ist ein gutes Angebot, um Eltern in unserem Bezirk zu unterstützen und der Senat stellt uns ausreichend Mittel zu Verfügung. Jetzt ist der Bezirk an der Reihe sich um eine zügige und familienfreundliche Umsetzung zu kümmern“, so Behnke.

Milena von Pressentin

Presse- und Öffentlichkeitssprecherin

BVV-Fraktion Reinickendorf

Bündnis 90/Die Grünen