Grüne Fraktion Reinickendorf: Eigentum verpflichtet – Verantwortung für den Entenkeller endlich wahrnehmen 9. Februar 20269. Februar 2026 Gruene_Sharepics_inArbeit Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf zeigt sich zutiefst beunruhigt nach dem erneuten Brand im Dachstuhl des traditionsreichen Restaurants „Entenkeller“ in der Oranienburger Chaussee in Frohnau. Der erneute Vorfall macht einmal mehr deutlich: Jahrelanger Leerstand, mangelnde Nutzung und unzureichende Verantwortung des Eigentümers gefährden nicht nur ein bedeutendes Baudenkmal, sondern auch die öffentliche Sicherheit. Das denkmalgeschützte Gebäude wird seit 2012 nicht mehr genutzt, steht seitdem leer undbefindet sich in einem fortschreitenden Verfallszustand. Dass es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Bränden gekommen ist, zuletzt vor fünf Jahren, ist kein Zufall, sondern die Folge des verwahrlosten Zustands. Für die Grüne Fraktion ist klar: Eigentum verpflichtet – und diese Verpflichtung des Eigentümers endet nicht an der Grundstücksgrenze. Im Vordergrund steht die dauerhafte Sicherung dieses für das Ortsbild wichtigen Denkmals. In der Verantwortung steht dabei in erster Linie der Eigentümer. Zwar hat das Bezirksamt wiederholt im Rahmen der Gefahrenabwehr Sicherungsmaßnahmen angeordnet und auch durchgesetzt, doch kam es immer wieder zu Verstößen gegen die erteilten Auflagen. Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar und darf sich nicht verfestigen. Die Fraktion fordert eine lückenlose Aufklärung der Brandursache, vor allem aber ein entschiedenes und zeitnahes Handeln des Eigentümers.Ein dauerhaft leerstehendes Denkmal stellt ein erhebliches Risiko dar – für das Gebäude selbst, für das Ortsbild Frohnaus und für die Allgemeinheit. Laut Aussagen der zuständigen Stadträtin Korinna Stephan (Bündnis 90/Die Grünen) im Stadtentwicklungsausschuss finden derzeit erfolgversprechende Gespräche mit dem Eigentümer über eine geplante Nutzung in Verbindung mit der geforderten denkmalgerechten Sanierung des Gebäudes statt. Da es sich um ein gewerblich genutztes Gebäude handelt, hat das Bezirksamt leider nur begrenzte Möglichkeiten, Baumaßnahmen zur Schaffung einer neuen Nutzung durchzusetzen, und ist dabei auf die Mitwirkung des Eigentümers angewiesen. „Es wird jedenfalls höchste Zeit, dass der Eigentümer einen genehmigungsfähigen und denkmalgerechten Bauantrag einreicht und endlich handelt“, betont der grüne Bezirksverordnete Andreas Rietz. „Solange nichts passiert, steigt das Risiko weiteren Verfalls – bis dieses wichtige Gebäude möglicherweise unwiederbringlich verloren ist.“ Die Grünen fordern: Wer ein solches Gebäude besitzt, muss Verantwortung übernehmen – für das Denkmal, für den Ortsteil und für die öffentliche Sicherheit.