BVV Reinickendorf beschließt mehrere grüne Initiativen für mehr Sicherheit, soziale Unterstützung und ein besseres Zusammenleben im Bezirk 12. März 202612. März 2026 Die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf hat mehrere Initiativen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. Die Beschlüsse betreffen Maßnahmen für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum, eine bessere Unterstützung für Betroffene von Gewalt sowie klare Kriterien für große Veranstaltungen im Bezirk. Auf Initiative der Grünen soll in der Nähe der Sitzbank an der Lindauer Allee 36 eine Spritzenbox installiert werden. Hintergrund ist, dass dort seit längerem Drogen konsumiert werden und benutzte Spritzen häufig im öffentlichen Raum zurückbleiben. Die Spritzenbox soll eine sichere Entsorgungsmöglichkeit schaffen und damit Verletzungs- und Gesundheitsgefahren insbesondere für Kinder, Anwohnende und Tiere reduzieren. Die Betreuung und regelmäßige Entleerung soll durch die BSR erfolgen. „Niemand möchte benutzte Spritzen auf Spiel- und Gehwegen oder in Grünanlagen finden. Eine Spritzenbox ist eine einfache und kostengünstige Maßnahme, um Risiken für Anwohnende, Kinder und Tiere zu reduzieren“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Güneş Keskin. Ein weiterer Beschluss betrifft die Verkehrssicherheit an der Kreuzung Lindauer Allee und Aroser Allee. Dort kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil Fahrzeuge aus der Aroser Allee nach links in die Lindauer Allee abbiegen und querende Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende häufig erst spät wahrnehmen. Das Bezirksamt wird deshalb aufgefordert, sich bei den zuständigen Stellen für Maßnahmen einzusetzen, die die Querung der Straße sicherer machen. Auch für den Schmitzweg hat die BVV eine Verbesserung beschlossen. Das Bezirksamt soll den Abschnitt zwischen Brodersenstraße und Roedernallee künftig für den Radverkehr in beiden Richtungen freigeben. Dadurch würde sich der Weg für viele Menschen aus der umliegenden Siedlung verkürzen und zugleich sicherer gestalten. „Gerade im Kiezverkehr brauchen wir sichere und direkte Wege für den Rad- und Fußverkehr. Kleine Maßnahmen wie die Freigabe vorhandener Wege können hier schnell spürbare Verbesserungen bringen“, so der Vorsitzende Hinrich Westerkamp. Schließlich soll das Hilfsangebot für von Gewalt betroffene Frauen sichtbarer gemacht werden. In allen öffentlichen Gebäuden des Bezirks sollen künftig mehrsprachige Abreißzettel mit der Nummer des bundesweiten Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ (116 016) gut sichtbar angebracht werden. Die Zettel sollen regelmäßig nachgefüllt werden, damit Betroffene niedrigschwellig auf das Unterstützungsangebot aufmerksam werden. „Viele Betroffene suchen zunächst anonym Hilfe. Deshalb ist es entscheidend, dass Informationen über Hilfsangebote leicht zugänglich und sichtbar sind, gerade auch in öffentlichen Einrichtungen“, betont Keskin. Die Grünen erwarten nun, dass das Bezirksamt die beschlossenen Maßnahmen zeitnah umsetzt. „Die BVV hat klare Beschlüsse gefasst. Jetzt ist das Bezirksamt gefragt, diese auch zügig umzusetzen und damit konkrete Verbesserungen für die Menschen in Reinickendorf zu erreichen“, erklärt Westerkamp abschließend.