Grüner Antrag beschlossen: Reinickendorf führt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ ein

Die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf hat den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Einführung des Projekts „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ beschlossen. Damit wird das Bezirksamt ersucht, das erfolgreiche Präventionskonzept bezirksweit umzusetzen und geeignete Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen.

StoP ist ein gemeinwesenorientierter Ansatz zur Prävention von häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt gegen Frauen und Kinder. Ziel ist es, Gewalt im sozialen Umfeld sichtbar zu machen, Nachbarschaften zu sensibilisieren und Betroffene niedrigschwellig zu unterstützen. Der Grundgedanke des Projekts lautet: Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung.

Andrea G. Behnke, Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik der Grünen Fraktion Reinickendorf, erklärt: „Wir freuen uns sehr, dass die BVV unserem Antrag zugestimmt hat. Partnergewalt betrifft unsere gesamte Gesellschaft. Deshalb braucht es auch eine gemeinsame gesellschaftliche Antwort. Mit StoP stärken wir Nachbarschaften, schaffen Aufmerksamkeit und unterstützen Betroffene dort, wo sie leben.“

Der beschlossene Antrag orientiert sich am erfolgreichen Modell aus Spandau und sieht vor, soziale Einrichtungen, Nachbarschaftsinitiativen und lokale Akteur*innen stärker einzubinden. Informations- und Sensibilisierungsangebote sollen ausgebaut und Kooperationen mit Beratungsstellen intensiviert werden. Behnke erläutert weiter: „StoP setzt genau dort an, wo Prävention wirksam werden kann: im Alltag der Menschen. Das Projekt macht Mut hinzuschauen, Haltung zu zeigen und Gewalt nicht länger zu tabuisieren. Besonders Kinder leiden oft unter häuslicher Gewalt. Daher ist frühes Hinschauen und Handeln so wichtig.“

Die Grüne Fraktion Reinickendorf sieht in dem Beschluss einen wichtigen Schritt für mehr Schutz, Gleichstellung und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Bezirk. Angesichts weiterhin hoher Zahlen häuslicher Gewalt sei es notwendig, präventive Strukturen dauerhaft zu stärken und Betroffenen konkrete Unterstützung anzubieten. „Mit diesem Beschluss sendet Reinickendorf ein klares Signal: Gewalt gegen Frauen und Kinder wird nicht toleriert. Jetzt kommt es darauf an, das Projekt zügig und nachhaltig umzusetzen“, so Behnke abschließend.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner