Hitzeschutz in Reinickendorf: Grüne Fraktion fordert mehr Schatten, mehr Wasser und eine klimaangepasste Infrastruktur 1. Juli 2026 Die Grünen kritisieren die bisherigen Hitzeschutzmaßnahmen im Bezirk als unzureichend und fordern konsequentes Handeln Die anhaltenden Hitzewellen zeigen deutlich: Auch Reinickendorf muss sich besser auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Reinickendorf fordert einen konsequenten Ausbau des Hitzeschutzes im Bezirk. Extreme Hitze ist längst ein ernstes Gesundheitsrisiko, insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen, wohnungslose Menschen und alle, die im Freien unterwegs sind. „Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz. Wir müssen unseren Bezirk so gestalten, dass Menschen auch an heißen Tagen sicher unterwegs sein können und öffentliche Räume nutzbar bleiben. Klimaanpassung muss jetzt vor Ort umgesetzt werden“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Jens Augner. Konkret fordern die Grünen mehr Straßenbäume und konsequente Nachpflanzungen, die Entsiegelung von Plätzen und Höfen nach dem Prinzip der Schwammstadt sowie deutlich mehr Trinkbrunnen und Wasserspender im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden. Zusätzlich braucht es mehr Schatten auf Spielplätzen und Schulhöfen, kühlende Wasserspielangebote, begrünte Bushaltestellen und Wartebereiche sowie begrünte Dächer und Fassaden öffentlicher Gebäude. Auch verschattete Radwege und helle Bodenbeläge sollen dazu beitragen, die Aufheizung des öffentlichen Raums zu reduzieren. „Wir setzen uns seit Jahren für besseren Hitzeschutz im Bezirk ein und haben bereits erste Maßnahmen angestoßen, etwa die Übersicht kühler Orte im öffentlichen Raum. Diese Schritte sind wichtig, reichen aber angesichts der zunehmenden Klimakrise nicht aus. Wir brauchen deutlich mehr Tempo und Verbindlichkeit beim Hitzeschutz“, ergänzt die Fraktionsvorsitzende Güneş Keskin. Besonders im Fokus stehen vulnerable Gruppen. Die Grünen fordern verbindliche Hitzeschutzpläne für Pflegeheime, Kitas und Schulen sowie den weiteren Ausbau öffentlicher „Kühler Räume“ in Bibliotheken, Rathäusern und Bürgerzentren. Die bereits vorhandene Karte kühler Orte im Bezirk ist ein erster Schritt, zeigt jedoch auch, dass der Bedarf deutlich größer ist. An Hitzetagen sollen zudem kostenlos Trinkwasser ausgegeben und wohnungslose sowie obdachlose Menschen gezielt unterstützt werden. „Die Klimakrise ist längst in Reinickendorf angekommen. Jetzt braucht es entschlossenes Handeln statt weiterer Ankündigungen“, so Augner abschließend. Die Grüne Fraktion Reinickendorf fordert daher ein verbindliches bezirkliches Hitzeschutz- und Klimaanpassungskonzept mit konkreten Maßnahmen, klaren Zuständigkeiten und einem verbindlichen Umsetzungszeitplan.